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EneV

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Am 1. Mai 2014 tritt die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft. Der Bundesverband Wärmepumpe hat frühzeitig eigene Vorschläge in den Gesetzgebungsprozess eingebracht. Zwar konnte sich der Verband mit seiner Forderung nicht durchsetzen, ein Referenzgebäude für ein Ein- und Zweifamilienhäuser mit Luft/Wasser-Wärmepumpe einzuführen, dennoch gibt es einige positive Neuerungen:

strengere Effizienzvorgaben für Neubauten zum 1.1.2016: Der über das Referenzgebäude ermittelte maximal zulässige Höchstwert des Jahresprimärenergiebedarfs wird mit dem Faktor 0,75 multipliziert. Dies entspricht einer Verschärfung um 25 %. Die Erfüllung der EnEV mit einer fossilen Heizungsanlage ohne zusätzliche Anstrengungen in die Gebäudehülle ist dann nicht mehr möglich. Zum 1.1.2016 wird außerdem der Primärenergiefaktor für Strom auf 1,8 gesenkt. Die primärenergetische Bewertung der Wärmepumpe wird dadurch besser.
Energieausweise werden verbraucherfreundlicher: Die neuen Energieausweise stellen Endenergiebedarf bzw. -verbrauch mit den etwa von Haushaltsgeräten bekannten Energieklassen A+ bis H dar. Nach überschlägigen BWP-Berechnungen erreicht ein KfW-Effizienzhaus 70 mit Luft/Wasser-Wärmepumpe die Bestnote A +, das gleiche Haus mit Gasbrennwert und solarer Trinkwarmwassererwärmung erreicht A, mit einer Pelletheizung hingegen nur C.

Für den Bestand werden die Anforderungen nicht verschärft. Einige kleine Änderungen gibt es aber auch hier:

Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizungsanlagen nach dem 1. Januar 1985 eingebaut, müssen sie nach 30 Jahren ersetzt werden. Die EnEV 2014 sieht jedoch eine ganze Reihe von Ausnahmen von dieser Regelung vor: So sind etwa Niedertemperatur- und Brennwertkessel von der Austauschpflicht ausgenommen. Auch Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die am Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, sind von der Verpflichtung befreit. Im Falle eines Eigentümerwechsels muss der neue Hausbesitzer die Austauschpflicht innerhalb von zwei Jahren erfüllen.
Oberste Geschossdecken, die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, müssen bis Ende 2015 gedämmt sein. Gemeint sind Decken beheizter Räume, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen. Die Forderung gilt auch als erfüllt, wenn das Dach darüber gedämmt ist oder den Anforderungen des Mindestwärmeschutzes entspricht. Ausnahmen gelten ebenfalls, wenn die Hausbesitzer zum Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben.

Die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) finden Sie hier. [6.428 KB]